KFZ-Wissen › Zündverzug

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Unter dem Begriff Zündverzug versteht man die Zeitspanne vom Beginn der Zündung bis zur tatsächlichen Verbrennung des Kraftstoff- Luft - Gemisches. Der ganze Vorgang befindet sich im Millisekunden Bereich. Das hört sich zwar alles etwas abstrakt an, ist aber von immenser Bedeutung bei der Motorenkonstruktion.

Es werden grundsätzlich zwei Bereiche unterschieden. Zum einen gibt es den physikalischen Zündverzug, der dadurch entsteht, dass der Kraftstoff eine gewisse Zeit benötigt um die Einspritzdüsen zu passieren. Des Weiteren gibt es den so genannten chemischen Zündverzug, der aufgrund der Zusammensetzung des Kraftstoff - Luft - Gemisches entsteht.

Der Zündverzug ist aber auch abhängig von der Einspritzanlage und der Form des Kolbenbodens. Bei modernen Motoren mit Common- Rail Einspritzung lässt sich der Zündverzug sehr exakt einstellen. Bei älteren Motoren ist es schon etwas schwieriger, den Zündverzug einzustellen. Da bleibt einem nur die Möglichkeit es über den Einspritzzeitpunkt oder den Einspritzdruck einzustellen.

Eine Faustregel lautet, dass der Zündverzug bei einem Dieselmotor möglichst gering und bei einem Ottomotor möglichst lang sein soll. Nur so kann eine optimale Verbrennung gewährleistet werden.