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KFZ-Wissen › Wasserstoffverbrennungsmotor

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Der Wasserstoffverbrennungsmotor ist im Prinzip nichts anderes wie ein Ottomotor. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass er nicht mit Benzin, sondern mit Wasserstoff betrieben wird. Mitunter ist es sogar möglich Ottomotoren für den Betrieb mit Wasserstoff umzurüsten.

Der Wasserstoff wird normalerweise in flüssiger Form im Tank gelagert. Auf dem Weg zum Motor wird er durch die Motorwärme erhitzt und dadurch gasförmig. Noch bevor er den Brennraum im Zylinder erreicht, wird er mit der angesaugten Luft im Ansaugkrümmer vermischt. Um ein zündfähiges Gemisch zu erhalten, muss das Sauerstoff-Wasserstoffgemisch ein Mischungsverhältnis von 2 zu 1 aufweisen. Nachdem das Gemisch im Brennraum verdichtet wurde, wird es durch einen Zündfunken zur Verbrennung gebracht und leistet somit Arbeit. Dieses Verfahren nennt man auch Äußere Gemischbildung.

Es gibt aber auch eine Innere Gemischbildung. Bei diesem Verfahren wird der gasförmige Wasserstoff mit hohem Druck, ca. 100 bar, in den Brennraum geblasen. Dort wird er entweder mit einer Zündkerze, oder auch mit einem kleinen Dieselstrahl zur Verbrennung gebracht. Dieses Verfahren ist effektiver wie die Äußere Gemischbildung und erhöht den Wirkungsgrad des Motors.

Der Vorteil eines Wasserstoffverbrennungsmotors liegt in dem reduzierten Schadstoffausstoß gegenüber einem Ottomotor. Der Nachteil ist eine geringere Leistung des Motors. Dies ist darauf zurück zu führen, dass im Wasserstoff weniger Energie vorhanden ist, wie im Benzin.