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KFZ-Wissen › Wankmoment und Dämpfungssysteme

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Fahrten durch Schlaglöcher oder Kurven verursachen seitliche Schaukelbewegungen beim Fahrzeug, das „Wanken“. Die Karosserie bewegt sich dabei kreisförmig um die Längsachse des Fahrzeugs. Eine Messgröße für die verursachende Kraft ist das Drehmoment, berechnet aus Kraft mal Abstand zur Drehachse in Metern. Bei einem Hebel mit genau einem Meter Länge ist das Drehmoment gleich der Kraft. Im Zusammenhang mit dem Wanken spricht man vom „Wankmoment“.

Das Wanken, also seitliche Neigen und Schaukeln, ist während der Fahrt nicht nur unangenehm. Es ändert durch einseitige Belastung der Räder auch das Fahrverhalten, im ungünstigen Fall gerät das Fahrzeug außer Kontrolle. Deshalb wirken Dämpfungssysteme der Wankbewegung entgegen. Sie können passiv das Wanken erschweren oder aktiv ein Gegen-Wankmoment erzeugen (aktive Wankstabilisierung). Die ersten Dämpfungssysteme waren einfache mechanische Dämpfer, die zweite Generation arbeitet elektronisch, eine Weiterentwicklung führt zur Vernetzung aller elektronischen Hilfssysteme.

Elektronische Systeme berechnen zunächst die Neigung des Fahrzeugs. Dafür kann die Neigung des Fahrzeugs direkt gemessen werden, andererseits kann auch jede Lenkbewegung des Fahrers elektronisch ausgewertet werden, um bevorstehende Seitwärtsneigungen abzuschätzen.

Dämpfungssysteme erhöhen Seitenstabilität und Beherrschbarkeit eines Fahrzeugs, eine absolute Vermeidung von Wankbewegungen wird jedoch nicht angestrebt, es muss noch ein realistisches Fahrgefühl erhalten bleiben.