KFZ-Wissen › W-Motor

ANZEIGE:
Der W-Motor existiert bereits seit über 100 Jahren. Damals wurde er in Rennmotorrädern eingebaut und war eine technische Revolution. Im Laufe der Zeit haben auch diverse Autohersteller versucht, den W-Motor zu etablieren. Durch die aufwendige Konstruktion und damit verbundenen Kosten, ließen den Einsatz des W-Motors meistens nicht zu. Heutzutage werden W-Motoren hauptsächlich in der Oberklasse bei VW und Audi eingesetzt.

Der größte Vorteil eines W-Motors liegt in der kompakten Bauweise. Bei ihm sind drei Zylinderbänke nebeneinander in W-Form angebracht. Durch diese Anordnung ist es möglich, einen großen Motor auf engstem Raum unterzubringen. Aus diesem Grund gab es auch schon viele Versuche, den W-Motor im Motorsport einzusetzen. Das funktionierte in der Praxis allerdings nicht besonders gut.

Der Nachteil ist nämlich, dass durch die sehr kompakte Bauweise, die Zylinderbänke sehr nah neben einander liegen. Das hat zur Folge, dass die heißen Abgasrohre der einen Zylinderbank eng neben den Ansaugrohren der anderen liegen. Dies führt häufig zur Überhitzung des Motors. Der zweite Nachteil eines W-Motors ist die enorme Kraftentfaltung auf die Kurbelwelle. Durch die W-förmige Anordnung der Zylinder wirken nämlich jeweils drei Zylinder auf eine Kurbel der Kurbelwelle. Dies kann unter Umständen sogar zum Kurbelwellenbruch führen.