KFZ-Wissen › Vergaser

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Der Vergaser vermischt in Ottomotoren Luft mit Kraftstoff und erzeugt auf diesem Wege den erwünschten hoch entzündlichen Verbrennungs-Mix. Außerdem steuert der Vergaser die dem Zylinder zugeleitete Menge des Kraftstoff- Luft- Gemisches. Genauer betrachtet vergast dieses Bauteil den Kraftstoff nicht, sondern der Vergaser zerstäubt ihn in kleinstmögliche Partikel. Eine Veränderung des Aggregatzustands findet nicht statt.

Als integriertes Bauteil in ihrem Bánki- Csonka- Motor erfanden und patentierten zwei Ungar, Donát Bánki und János Csonka, im Jahr 1893 erstmals einen Vergaser. Der Bürstenvergaser, entwickelt von dem Techniker Siegfried Marcus, sowie der Oberflächenvergaser waren die ersten Prototypen. Da es bei diesen Vergaser- Typen regelmäßig zu gefährlichen Vergaserbränden kam und sie auch in Puncto Zuverlässigkeit zu wünschen übrig ließen, setzten sich diese Modelle jedoch nicht durch.
Später entwickelte Wilhelm Maybach den Spritzdüsenvergaser mit Schwimmerkammer, welcher die Vorgängermodelle ersetzte.

Bestimmte Komponenten sind in jedem Vergaser enthalten. Diese unterscheiden sich abhängig vom Typ in ihrer Bauweise und werden teilweise durch Hilfskomponenten erweitert. Diese Komponenten sind je ein Steuer- und Drosselsystem für die Luft und den Kraftstoff sowie ein System zur Regelung der Treibstoffzufuhr. Als Erweiterung dieser Vergaser- Bestandteile dienen beispielsweise der Choke, die Beschleunigerpumpe, diverse Leerlaufhilfseinrichtungen wie der Leerlauf- Luftdüse oder der Leerlauf- Treibstoffdüse, Vorwärmsysteme sowie Teil- und Volllastklappen.