KFZ-Wissen › Spikes

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Als Spikes werden Winterreifen bezeichnet welche mit Stahlstiften oder Hartmetallstiften versehen sind. Die Stifte sind in den Reifen einvulkanisiert und dürfen höchstens 2mm lang sein. Spikes sollen bei vereister Fahrbahn dem Fahrzeug mehr Haftung verleihen. Das die Reifen auf trockener Fahrbahn eine geringere Haftung zu herkömmlichen Gummireifen aufweisen ist ein großer Nachteil, ebenso das der Verschleiß der Fahrbahn erhöht wird und sich schneller Spurrillen bilden.

In einigen Ländern gibt es Einschränkung in der Zeit in der die Reifen genutzt werden dürfen, in manchen Ländern sind sie sogar verboten. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung wird festgelegt. In Deutschland sind Spikes seit 1975 verboten, die Ausnahme besteht für Einsatzfahrzeuge. Die Österreicher sprechen nur ein Verbot von Juni bis September aus. Werden Fahrzeuge mit Spikes bewegt müssen diese mittels eines Aufklebers gekennzeichnet werden.

Wenn Spikes benutzt werden, müssen alles Reifen mit Spikes versehen sein, wird ein Anhänger genutzt dieser ebenfalls. Die Maximallänge der Spikes darf höchstens 2mm betragen. Auf Landstraßen wird die Höchstgeschwindigkeit mit Spikes auf 80km/h gesetzt auf der Autobahn 100km/h. Erlaubt sind Spikes nur auf Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen. Von Anfang November bis Ende April sind Spikes in der Schweiz erlaubt. Hier ist die Höchstgeschwindigkeit auf 80km/h gesetzt und die Fahrzeuge müssen mit Geschwindigkeitsmarke mit der Kennzeichnung 80 versehen sein.

Auf Autobahnen sind Spikes verboten, lediglich bei der Durchfahrung des San Bernardino und des St. Gotthard Tunnel sind sie erlaubt. In der Schweiz dürfen sie eine Maximallänge von 1,5mm nicht überschreiten