KFZ-Wissen › Pleuelgeige

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Der Ausdruck Pleuelgeige stammt aus der Kraftfahrzeugbranche. Dort wird dieser Begriff des Öfteren verwendet und bezeichnet dort bei Kolbenmotoren und ähnlichen Motorisierungen, den benötigten Platzbedarf eines Pleuels. Diesen Platz braucht der Pleuel für eine komplette Umdrehung.

Das Wort stammt von der optischen Verwandtschaft zu einer Geige. Beim Drehen des Pleuels wird eine ähnliche Kontur wie bei einer Geige sichtbar. Bei der Konstruktion des Kurbelgehäuses muss darauf geachtet werden, dass der nötige Platz zwischen dem Pleuel und dem Gehäuse vorhanden ist. Ist dieser nicht sichergestellt, kann es zu schweren Beschädigungen führen oder Ausfällen kommen.

Jedes Mal wenn eine Kurbelwellenumdrehung statt findet, führt das jeweilige Pleuel eine Schwenkbewegung aus. Diese Bewegung findet in einer Geigen ähnlichen Form statt. Es gibt zwei wichtige Engstellen, diese befinden sich zwischen dem Kurbelgehäuse und der Pleuelgeige. Zum einen die Unterkante des Zylinders, zum anderen die Kurbelgehäuseseitenwände und die angeordneten Kanäle für den Rücklauf des Öls und der Kurbelgehäusentlüftung.

Der zu berücksichtigende notwendige Platz für die Bewegung der Pleuelgeige ist festgelegt und muss normaler Weise zwischen 3,5 und 4,5 Millimeter betragen. Bei dieser Angabe sind alle notwendigen Toleranzen berücksichtigt und auch kleinere Abweichungen sind nicht mehr vorgesehen.