KFZ-Wissen › Plattform

ANZEIGE:
Die Grundform für die technische Basis eines Automobils nennt man Plattform. Die Plattform verbindet das Chassis mit dem Radkasten von innen zu einer Einheit und hat nur wenig Einfluss auf die Karosserie des Fahrzeugs.

Bevor die Karosserien nicht selbsttragend waren, sondern auf dem Fahrzeugrahmen aufsaßen, galt die Plattform als unabhängige technische Basis. In der Oberklasse der Automobilherstellung, bei kleinständigen Unternehmen, war es üblich individuelle Karosserien zu fertigen. Fahrzeuge die sich nur in Ausstattung und wenigen Gestaltungsmerkmalen unterscheiden, wie beispielsweise den Kühlergrill, nennt man baugleich. Diese Fahrzeuge mit baugleicher Plattform werden oft auch zeitversetzt als Lizenzprodukte gefertigt. Ein Beispiel ist der Kadett E von Opel, der nach dem Ablauf der Lizenz als Daewoo Nexia weitergebaut wurde. Der Hintergrund dieser Fertigung ist die Kostensenkung von Einzelteilen. Dies wirkt sich allerdings negativ aus, wenn Komponente durch Lieferprobleme oder Streik ausbleiben, denn dann stehen alle Bänder der Plattformfertigung still. Wichtig ist in die Zusammenarbeit der technischen Zuständigkeit bei der Konstruktion, dass diese immer übereinstimmt, sonst könnte dies negative Auswirkungen auf die planmäßige Anfertigung der Automobile haben. Die gleiche Plattform wird auch bei Bauarten wie Kombi, Stufenheck oder Schrägheck verwendet, die meist nur in der Länge unterschiedlich sind. In der Regel ist noch die Karosserie bis zu B-Säule baugleich.