KFZ-Wissen › Oktanzahl

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Klopffestigkeit bestimmen mithilfe der Oktanzahl

Die Klopffestigkeit eines Brennstoffes (Ottokraftstoff, Benzin) bezeichnet die Eigenschaft, sich möglichst nicht ungesteuert, und damit verfrüht selbst zu zünden. Ein Maß für die Ausprägung dieser Eigenschaft in einem Brennstoff ist die Oktanzahl, und bezieht sich auf die chemische Zusammensetzung des Brennstoffes. Während unverzweigte Kohlenwasserstoffe, n-Heptan eine Neigung zur Selbst- und damit Frühzündung besitzen, verfügen verzweigte, gesättigte Kohlenwasserstoffe, Isooktan über eine hohe Festigkeit gegen Klopfen. Das bedeutet, ein möglichst hoher Anteil an verzweigten Kohlenwasserstoffen im zu verwendenden Brennstoff bzw. Brennstoff-Luft-Gemisch wäre günstig.

Was genau mißt die Oktanzahl?
Die Oktanzahl gibt prozentual volumenbezogen an, wieviel Isooktan (klopffest) in einer Mischung mit n-Heptan (klopft!) enthalten sein muss, um in der Klopffestigkeit mit dem zu untersuchenden Kraftstoff gleich zu sein.

Was ist Klopfen?
Klopfen entsteht im Brennraum des Motors durch die ungewollte und ungesteuerte Frühzündung des Brennstoff-Luft-Gemisches, häufig bei Antrieben mit sehr hoher Verdichtung. Die charakteristischen Klopfgeräusche entstehen hierbei durch das im Brennraum verfrüht gezündete, explodierende Brennstoff-Luft-Gemisch. Brennraum sowie angrenzende Bauteile werden dabei stark beansprucht, korrodieren und verschleißen stärker und haben dabei nicht nur eine geringere Lebensdauer, sondern sind eher ausfallgefährdet.