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KFZ-Wissen › Mindestprofiltiefe

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Es gelten strenge Vorschriften, was die Profiltiefe von Autoreifen angeht. Für Sommerreifen gilt europaweit eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm. Winterreifen müssen in Deutschland ebenfalls eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm aufweisen. Diese Vorschrift gilt für alle laufenden Räder am Hauptprofil rundum. Gemessen wird diese Tiefe an der am weitesten verschlissenen Stelle des Reifens. Die meisten Reifen auf dem Markt haben bereits eine optische Verschleißanzeige auf den Reifen. Meist handelt es sich um kleine Stege in den Rillen, welche quer zur Laufrichtung angelegt sind. Diese Reifenverschleißanzeige (Tread Wear Indicator, kurz auch TWI) zeigt an, wann die gesetzlich vorgeschriebene Reifenprofiltiefe nicht mehr gegeben ist und die Räder ausgetauscht werden müssen.


Wird diese Profiltiefe nicht eingehalten, gilt dies als Ordnungswidrigkeit und wird mit einem Verwarnungsgeld von mindestens 20 Euro abgestraft. Bei einem durch mangelnde Bereifung verursachten Verkehrsunfall beträgt das Bußgeld 75 Euro und drei Punkte in Flensburg.

Generell gilt, dass die Bereifung den Witterungsverhältnissen angepasst werden muss. Mehr Profiltiefe bedeutet also auch mehr Sicherheit, gerade bei winterlichen Verhältnissen. Reifenhersteller empfehlen daher einen Austausch der Reifen bereits ab einer Profiltiefe von 3 mm.
Mit abnehmender Profiltiefe nimmt die Haftung auf der Fahrbahn ab, was besonders bei nassem oder vereistem Untergrund gefährliche Folgen haben kann. Auch die Aquaplaninggefahr erhöht sich drastisch, insbesondere bei Breitreifen.