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KFZ-Wissen › Kraftstoffverdunstungsanlage

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Aufgrund ganz unterschiedlicher Umwelteinflüsse verdunstet in jedem Fahrzeug Benzin bzw. Diesel. Das Zusammenspiel der einzelnen Fahrzeugbauteile zum Auffangen dieser Dämpfe wird als Kraftstoffverdunstungsanlage bezeichnet.

Wie entsteht die Verdunstung?

In die Kraftstoffverdunstungsanlage sind einige Bauteile integriert. Jeder Kraftstofftank hat eine Druckausgleichsleitung. Sie ermöglicht, dass der Tank durch Leerfahrten aufgrund des Unterdrucks zusammengezogen wird. Dies geschieht durch ein Einströmen von Luft über die Leitung in den Tank. Aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften dehnt sich Kraftstoff bei enormer Hitze aus. Durch die Druckausgleichsleitung wird das durch dieses Mehrvolumen aufplatzen des Tanks verhindert.

Die durch den Ausgleich entweichenden Dämpfe gelangen zum Aktivkohlefilter und werden dort aufgefangen. Diese Filter fangen ca. 80 Prozent dieser Verdunstungsdämpfe auf. Ist das Fahrzeug in Betrieb, werden diese abgesaugt und der Verbrennung zugeführt. Dieses Zusammenspiel sämtlicher Bauteile wird als Kraftstoffverdunstungsanlage zusammengefasst. Aktuelle Berechnungen des Umweltamtes in Berlin haben ergeben, dass pro Kraftwagen jährlich bis zu acht Liter Benzin verdunsten können.

Gesetzliche Bestimmungen zur Kraftstoffverdunstungsanlage

Bevor neue Wagen verkauft werden dürfen, müssen sie in einer gasdichten Kammer auf ihre Verdunstungsverluste beim Heißabstellen und auf Tankatmungsverluste untersucht werden. Das Fahrzeug wird zugelassen, wenn bei den Prüfungen maximal zwei Gramm Kohlenwasserstoffe nachgewiesen werden. In diesem Fall arbeitet die Kraftstoffverdunstungsanlage gemäß den allgemein geltenden Richtlinien.