KFZ-Wissen › Königswelle

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Die Königswelle erhielt ihren Namen aufgrund ihrer Kronenräder an den Enden. Durch sie wird der Antrieb der Nockenwellen zur Ventilsteuerung bei Viertaktmotoren gewährleistet. Dieser Antrieb gilt bereits seit Jahrzehnten als optimale Lösung, da sowohl die Drehzahlfestigkeit als auch die Wartungsfreiheit eine gute Basis bilden. Auch ist eine exakte Ventilsteuerung bis zu hohen Drehzahlen gewährleistet. Aber gegenüber dem Ketten- und Zahnriemenantrieb ist der Antrieb durch eine Königswelle extrem aufwendig in der Fertigung. Aus diesem Grund wird dieser Antrieb nur bei Rennmotoren eingesetzt. Auch die Wartung der Steuerung mittels Königswelle ist sehr teuer, eine regelmäßige Justierung zwingend notwendig.

Sinnvoller Einsatz der Königswelle

Mit ein oder mehreren Nockenwellen können Königswellen an jeden Motortyp angepasst werden. Aber aufgrund der Steuerung der Übertragung von der Kurbelwelle auf zwei Nockenwellen unter fast beliebigem Winkel ist es zweckmäßig, die Königswelle bei einem 2-Zylinder-V-Motor zu verwenden. Durch ihren Einsatz wird weniger Platz benötigt als bei den anderen beiden Antriebvarianten.

Traditionelle Verarbeitung

Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Antrieb mittels Königswelle realisiert. Erste Erwähnungen einer derartigen Konstruktion gehen auf das Jahr 1909 zurück. Damals erschuf eine Kölner Gasmotorenfabrik einen Vierzylindermotor mit Königswellenantrieb. Doch bereits einige Jahre vorher wurde in Nesseldorf ein Gerät mit Antrieb via Königswelle gebaut.