KFZ-Wissen › Kipphebel

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Der Kipphebel ist ein mechanisches Bauteil zur Ventilsteuerung. Er ist vergleichbar mit einer Wippe. Auf einem Ende wird er über die Stößelstange bewegt. Dadurch drückt er auf der gegenüber liegenden Seite auf das Ventil und öffnet es. Sobald sich die Nockenwelle weiter gedreht hat und der Druck der Stößelstange nachlässt, schließt sich das Ventil mithilfe einer Druckfeder. Am Kipphebel befindet sich eine Einstellschraube, mit der das Ventilspiel eingestellt werden kann. Das Spiel zwischen Kipphebel und Ventil muss immer ein paar Zehntel Millimeter betragen. Das ist notwendig, da sich die gesamte Mechanik aufgrund der Erwärmung des Motors ausdehnt. Würde es dann kein Spiel zwischen Kipphebel und Ventil geben, wäre es ständig etwas geöffnet. Das führt natürlich zum Leistungsverlust des Motors. Kipphebel kommen aber nur bei Motoren mit untenliegender Nockenwelle, kurz genannt OHV-Ventilsteuerung, zum Einsatz. Bei Motoren mit obenliegender Nockenwelle, OHC-Ventilsteuerung, gibt es statt Kipphebel sogenannte Tassenstößel.