KFZ-Wissen › Hubraum

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Der Hubraum ist eine wichtige Größenangabe eines Verbrennungsmotors. Er wird in der Regel in Kubikzentimetern (ccm) oder in Litern angegeben. Bei jeder Bewegung eines Kolbens durchquert er einen zylindrischen Raum. Der Raum zwischen dem unteren Totpunkt und dem oberen Totpunkt ist der Hubraum. In einem Motor werden dann die Hubräume aller Zylinder addiert und somit der gesamte Hubraum berechnet.

Motoren mit gleichem Hubraum können aber durchaus unterschiedlich in der Leistung sein. Das hängt zum einen davon ab, ob der Motor aufgeladen ist oder ob es sich um einen Saugmotor handelt. Ein aufgeladener Motor kann durch die bessere Zylinderbefüllung wesentlich mehr Leistung haben, wie ein Saugmotor mit identischem Hubraum. Desweiteren kommt es auch darauf an, ob es sich um einen Langhuber oder einen Kurzhuber handelt.

Langhuber sind Motoren, bei denen der Durchmesser der Zylinder kleiner ist wie der Kolbenhub. Ist der Zylinderdurchmesser dagegen größer wie der Kolbenhub, spricht man von einem Kurzhuber. Kurzhuber sind sehr viel drehfreudiger wie Langhuber. Deshalb laufen sie am Besten in einem höheren Drehzahlbereich. Langhuber hingegen laufen auch sehr gut mit niedrigen Drehzahlen und erreichen ihr maximales Drehmoment schon bei relativ niedriger Drehzahl.

Bei Krafträdern hat der Hubraum auch Relevanz in Sachen Fahrerlaubnis. Mit einem PKW-Führerschein darf man nur Krafträder bis maximal 50 ccm fahren. Bei älteren Führerscheinen darf man dagegen Krafträder bis 125 ccm fahren.