KFZ-Wissen › Elchtest

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Der Elchtest ist der umgangssprachliche Ausdruck für einen Fahrdynamik-Test, welcher zur Bestimmung der Seitenstabilität von Pkw durchgeführt wird. Mit hohem Tempo vollziehen Testfahrer einen Spurwechsel nach links, um nach einer Geradeausstrecke geringer Länge wieder scharf nach rechts zu ziehen. Auf diese Weise können die Sicherheitsexperten erfahren ob das Fahrzeug ausbricht oder gar umkippt. Mittlerweile ist der Elchtest ein genormter Sicherheitscheck. Bei der Sicherheitsüberprüfung neuer Automobile ist diese Methode unausweichlich. Teilweise findet der Elchtest auch bei LKW Verwendung. Dazu wird ein spezieller Ladeaufsatz benutzt.

Den Namen Elchtest hat das Fahrmanöver den Schweden zu verdanken. Sie entwickelten den Elchtest um das Manöver zu simulieren, welches bei einem auf die Straße laufenden Elch zur Anwendung kommt. Dieses Szenario ist in Skandinavien häufig anzutreffen. Ursprünglich hieß der Elchtest in Schweden Kindertest.

Berühmtheit erlangte der Elchtest durch die missglückten Testreihen von Mercedes-Benz. Bei den Tests der damals neuen A-Klasse kam es zu einer für das Unternehmen peinlichen Panne. Das Fahrzeug bestand den Elchtest nicht, sondern es kippte auf das Dach. Damit hatte sich der Ruf der A-Klasse enorm verschlechtert. Die Schweden gaben dem Auto den Spitznamen „Vält-Klasse“, zu deutsch „Umkippklasse“. Ein von einer deutschen Tageszeitung getesteter Trabant bestand den Elchtest übrigens mit Bravour.