KFZ-Wissen › DOT-Nummer

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Reifen altern auch bei schonender Lagerung, Gummimoleküle zersetzen sich und das Material wird spröde, die Fahrbahnhaftung leidet. Fachleute empfehlen, über 10 Jahre alte Reifen selbst bei perfektem Aussehen nicht mehr einzusetzen. Im Handel können bis zu 5 Jahre alte, unbenutzte Reifen noch als „Neureifen“ über den Ladentisch gehen. Daher sind Fahrzeugbesitzer gut beraten, selbst auf das Reifenalter zu achten, es ist leicht aus der DOT-Kennzeichnung herauszulesen.

Man findet die 7- bis 12-stellige Kennzeichnung auf einer Reifenseite aufgeprägt, auf der anderen Seite kann sie fehlen oder abgekürzt auftreten.

Nach den Buchstaben „DOT“ folgen zwei Zeichen für das Herstellwerk und zwei für die Reifengröße und eventuell weitere Typ- und Markenangaben. Interessant ist der 3- bis 4-stellige Ziffernblock am Ende, er nennt Herstellwoche und –Jahr.

Zum Beispiel steht „1507“ für die 15. Kalenderwoche und das Jahr 2007.

Vor 2000 wurden die Jahre mit nur einer Ziffer angegeben: „157“ bedeutet Herstellwoche 15 im Jahr 1987. Ein nachgestelltes Dreieck stand für die 90er Jahre. Die DOT-Nummer „157“ plus Dreieck wäre demnach auch in Kalenderwoche 15, aber im Jahr 1997 produziert worden.

Gelegentlich scheint das Produktionsdatum in der Zukunft zu liegen. Die Erklärung: der DOT-Code wurde ursprünglich in den 1980er Jahren vom amerikanischen Verkehrsministerium, dem Department of Transportation - kurz DOT, erfunden. Als amerikanisches System hält sich die DOT-Codierung an die amerikanische Wochenzählung – sie kann auch mal 2 Wochen vor unserer Kalenderwoche liegen.