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KFZ-Wissen › Differentialgetriebe

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Das Differentialgetriebe dient dazu, die Kraft, die auf eine Achse wirkt, auf beide Räder zu verteilen und bei Kurvenfahrt auszugleichen. Deshalb wird es auch Ausgleichsgetriebe genannt. Würden an einer Achse beide Räder gleichmäßig angetrieben, käme es zu Schwierigkeiten beim Durchfahren einer Kurve. Da beide Räder in der Kurve unterschiedliche Wegstrecken zurück legen, würde das kurveninnere Rad durchdrehen und das kurvenäußere Rad das Fahrzeug bremsen.

Das Differentialgetriebe besteht aus einem Block, in dem sich vier Kegelräder befinden. Während der Geradeausfahrt dreht sich der gesamte Block um die eigene Achse und die Kegelräder im Inneren bewegen sich nicht relativ zueinander. Sobald es aber zu Unterschieden in der Kraftverteilung kommt, gleichen die innen liegenden Kegelräder den Geschwindigkeitsunterschied durch Eigenrotation aus. Dadurch wirkt auf jedes Antriebsrad stets die gleiche Kraft bei unterschiedlicher Drehzahl.

Es gibt aber nicht nur das Differentialgetriebe, das den Radantrieb an einer Achse ausgleicht, sondern es gibt auch das sogenannte Längsdifferential. Dabei handelt es sich um ein Differentialgetriebe, das den Antrieb zwischen Vorder – und Hinterachse bei Allradfahrzeugen ausgleicht.

Die Geschichte des Differentialgetriebes ist fast so lang wie die des Rades. Allerdings fand es im Altertum kaum Anwendung. Als Erfinder des Differentialgetriebes gilt Leonardo da Vinci. Das Differentialgetriebe wie wir es kennen, gibt es seit dem Jahre 1827.