KFZ-Wissen › Cetanzahl

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Die Cetanzahl, kurz CZ genannt, gibt die Zündwilligkeit von Dieselkraftstoff an. Normalerweise laufen Dieselmotoren sehr gut, wenn die Cetanzahl des Kraftstoffes mindestens 40 ist. Ist die Cetanzahl zu niedrig, kommt es zum typischen „Nageln“ des Motors. Das heißt, die Zeit zwischen Einspritzung und eigentlicher Verbrennung des Kraftstoffes ist zu gering und es kommt zu einer unkontrollierten Explosion des Kraftstoff-Luft-Gemisches. Die Cetanzahl lässt sich bei mangelhafter Qualität des Diesels auch nachträglich erhöhen. Dazu versetzt man den Kraftstoff mit Tetranitromethan. Das hat allerdings zur Folge, dass die Abgase sehr gesundheitsschädlich sind. Besser ist es auf jeden Fall von vornherein nur Kraftstoff von hoher Qualität und geeigneter Cetanzahl zu benutzen.
Moderne Dieselmotoren, die sehr viel höhere Drehzahlen erreichen, wie ältere Motoren, benötigen Kraftstoff mit einer Cetanzahl von mindestens 50. Normalerweise braucht man sich als Autofahrer keine Gedanken um die passende Cetanzahl machen. An den Tankstellen werden in der Regel nur hochwertige Kraftstoffe angeboten, die auch bei neuen Fahrzeugen keinen Schaden anrichten können. Anders sieht es natürlich aus, wenn man im Ausland tankt. In einigen osteuropäischen Ländern werden mitunter auch noch Dieselkraftstoffe mit niedriger Cetanzahl angeboten.