KFZ-Wissen › Brennraum

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In einem Verbrennungsmotor bilden der Hubraum und der Verdichtungsraum zusammen den Brennraum. Im Brennraum findet die Verbrennung des Kraftstoff – Luft- Gemisches statt. Der Hubraum ist der Raum im Zylinder, in den sich der Kolben bei jedem Hub bewegt. Während des Verdichtungstaktes bewegt sich der Kolben im Zylinder aufwärts und verdichtet das Gemisch. Sobald der Kolben seinen oberen Totpunkt erreicht hat, befindet sich das Gemisch in einem kleinen Bereich oberhalb des Kolbens.

Diesen Bereich nennt man Verdichtungsraum. Die Größe des Verdichtungsraumes ist abhängig vom Verdichtungsverhältnis des Motors. Bei Ottomotoren ist es in der Regel etwa 1: 8. Das heißt, der Verdichtungsraum ist genau acht Mal kleiner wie der Brennraum. Beim Dieselmotor dagegen ist das durchschnittliche Verdichtungsverhältnis 1:22. Der Brennraum ist also beim Dieselmotor kleiner wie bei Ottomotoren.

Im Brennraum ist bei einem Ottomotor die Zündkerze montiert. Bei einem Dieselmotor mit Direkteinspritzung ragen die Einspritzdüsen in den Brennraum. Bei Dieselmotoren mit Vorkammereinspritzung befindet sich die Vorkammer, bzw. Wirbelkammer oberhalb des Brennraumes und ist mit dem sogenannten Schusskanal mit ihm verbunden.

Bei der Verbrennung des Kraftstoff-Luft-Gemisches entsteht der sogenannte Verbrennungsdruck, der sich im gesamten Brennraum gleichmäßig ausbreitet und dadurch den Kolben nach unten drückt. Das nennt man dann Arbeitstakt, weil in dieser Phase die eigentlich Arbeit des Motors gemacht wird.