KFZ-Wissen › Boxermotor

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Bei einem Boxermotor sind die Zylinder, oder bei größeren auch Zylinderbänke, in einem Winkel von 180 Grad angeordnet. Deshalb könnte man einen Boxermotor theoretisch auch als 180 Grad V-Motor bezeichnen. Der Unterschied zu einem V-Motor liegt allerdings in der Bauform der Kurbelwelle. Beim Boxermotor sind die sogenannten Hubzapfen auf der Kurbelwelle ebenfalls um 180 Grad versetzt. Dadurch befinden sich zwei gegenüberliegende Kolben stets im gleichen Hub.

Der Vorteil eines Boxermotors liegt in seinem gleichmäßigen Motorlauf. Durch die Anordnung der Hubzapfen auf der Kurbelwelle entstehen nur sehr wenige Schwingungen. Zudem ist ein Boxermotor sehr kompakt. Durch seine flache Bauweise lässt er sich gut in Fahrzeuge einbauen, bei denen nicht viel Motorraum zur Verfügung steht. Das bekannteste Beispiel ist wohl der VW Käfer. Doch auch in moderneren Fahrzeugen werden Boxermotoren eingebaut. Dazu gehören unter anderem Porsche, Alfa-Romeo, Saab, usw.

Der Nachteil eines Boxermotors liegt im höheren Aufwand der Produktion. Für die Herstellung eines Boxermotors werden mehr Bauteile benötigt wie beispielsweise für einen Reihenmotor. Dadurch ist ein Boxermotor natürlich auch etwas teurer im Vergleich zu anderen Motoren.