KFZ-Wissen › Auswirkdauer

ANZEIGE:
Die Auswirkdauer ist eine bestimmte Reaktionszeit, die sich auf den Straßenverkehr bezieht. Die Auswirkdauer bezieht sich auf die rasche Handlung, die der Reaktionsdauer folgt. Genau gesehen ist die Auswirkdauer die Zeitspanne zwischen dem Erkennen eines bestimmten Vorfalles und dem Anfang der eigentlichen Handlung. Bei visuellen Reizen, das heißt, dass was wir sehen, liegt diese Auswirkdauer bei rund 0,2 – 0,3 Sekunden. Muss man erst zu dem Geschehen hinsehen, weil man sich beispielsweise umdrehen muss, liegt die Auswirkdauer bei 0,6 Sekunden und darüber. Eine unterschiedliche Auswirkdauer kann beobachtet werden bei akustischen Reizen und taktilen Reizen.

Andere Parameter der Auswirkdauer

Aus der Auswirkdauer, Fußumsetzzeit, der Ansprechzeit und der halben Schwellzeit der Bremsanlage setzt sich die Vorbremszeit zusammen. Diese dauert ungefähr 0,8 – 1 Sekunde. Um 0,1 – 0,2 Sekunden kürzer ist hingegen die Vorlenkzeit infolge fahrzeugtechnischer und physiologischer Gründe. Dies begünstigt das spontane Verreißen des Autos, bevor man bremst. Die Vorbremszeit ist aber nicht in der Gefahrenerkennungszeit enthalten. Die Auswirkdauer richtet sich natürlich auch nach dem Alter des Kraftfahrers. Ein jüngerer Kraftfahrer kann das Geschehen schneller begreifen und schneller handeln, als ein älterer Autofahrer. Die Auswirkdauer ist somit bei älteren Personen um ein Vielfaches länger. Mit speziellen Schulungsprogrammen kann das Reaktionsvermögen aber kontinuierlich trainiert werden.