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KFZ-Wissen › Aufschrumpfen

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Unter dem Begriff aufschrumpfen versteht man die Verbindung von Metallteilen mithilfe der Wärmeausdehnung. Das Verfahren findet in der Luftfahrt, bei der Eisenbahn und in der Fahrzeugtechnik statt.

Wenn ein Werkstück auf ein anderes aufgeschrumpft werden soll, dann wird es nicht passgenau hergestellt, sondern etwas kleiner. Vor der Montage wird es dann erhitzt. Dadurch dehnt sich das Werkstück aus. Noch während es sehr heiß ist, wird es auf das andere Werkstück montiert. Nachdem es dann abgekühlt ist, zieht es sich wieder zusammen. Dadurch wird eine sehr feste und dauerhafte Verbindung der Werkstücke hergestellt.

Bei der Herstellung von Flugzeugturbinen kommt noch ein anderes Verfahren der Aufschrumpfung zum Einsatz. Dabei wird ein Teil stark erhitzt und das andere mit flüssigem Stickstoff stark abgekühlt. Nachdem dann beide Teile montiert sind, ist die Verbindung besonders fest und hält auch größten Beanspruchungen stand.

Das Aufschrumpfen hat gegenüber anderen Verbindungsverfahren, wie beispielsweise Schweißen, den Vorteil, dass das Material geschont wird. Beim Schweißen entstehen an den Schweißstellen sehr hohe Temperaturen, die das Werkstück mitunter instabil machen können. Deshalb wird bei Metallverbindungen, die besonders beansprucht werden, sehr häufig das Aufschrumpfen eingesetzt.