Hersteller › Renault

Renault

 

Der französische Automobilhersteller Renault ist seit dem Eingehen einer strategischen Allianz mit Nissan weltweit einer der größten seiner Zunft. Mehr als 126.000 Mitarbeiter beschäftigt Renault auf der ganzen Welt. In Deutschland ist die Automobilmarke der ausländische Autobauer mit dem größten Marktanteil.

Steckbrief

Unternehmensform :Aktiengesellschaft
ISIN :FR0000131906
Gründung :1898
Unternehmenssitz :Boulogne-Billancourt, Frankreich
Mitarbeiter :129.068 (2008)
Umsatz :37,791 Mrd. Euro (2008)
Webseite :http://www.renault.com
Anschrift :Renault
1967 rue du vieux pont de Sèvres
92109 Boulogne-Billancourt Cedex
 

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Detailierte Informationen

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Weihnachten 1898 wurde das Unternehmen „Renault Frères“ (Gebrüder Renault) von Louis Renault, Fernand Renault und Marcel Renault gegründet. Louis Renault leitete das Unternehmen von 1898 bis 1944. Die Entwicklung des Familie-nunternehmens schritt schnell voran, so beschäftigte Renault um 1900 schon über 100 Mitarbeiter. Den Durchbruch vom Familienunternehmen zum großen Industriekonzern schaffte Renault im Jahr 1906, als ein Pariser Taxiunternehmen 1500 Taxis bei Renault bestellte.

Renault begann schon früh mit der Produktion von Nutzfahrzeugen. 1909 gab es bereits 3- und 5-Tonner, 1915 eine Zugmaschine mit Allradantrieb und -lenkung. 1913 produzierte Renault das zehntausendste Auto. Diese Zahl an Autos reichte fast an die Produktionszahlen von Ford und war in Europa einzigartig. Durch den Ersten Weltkrieg änderte sich die Produktion. Es wurden keine Autos mehr hergestellt, sondern militärisches Gerät, Motoren für Panzer und Flugzeuge und Munition. Renault zeichnete sich auch hier durch innovative technische Lösungen aus. So war der Renault FT 17 der erste Panzer mit einem drehbaren Turm und einer selbsttragenden Karosserie. Nach dem Ersten Weltkrieg kehrte Renault wieder zur Automobilproduktion zurück. Man begann wie bei den meisten Automobil-herstellern mit leicht modifizierten Vorkriegsmodellen. Aber bald schon expandierte Renault nicht nur bei der Vielzahl seiner Automodelle, sondern wagte sich auch in weitere Sparten, wie zum Beispiel die Produktion von Bootsmotoren, vor.1929 wurde der erste Diesel-LKW vorgestellt. Während des Zweiten Weltkriegs produzierte Renault Lastwagen für die deutsche Armee, deswegen waren die Produktionswerke Renaults im März 1942 Angriffsziele der Alliierten. So kam die Produktion kurzzeitig zum Erliegen. Aufgrund der vollen Einbindung von Renault in das Motorisierungsprogramm der Wehrmacht konnte der Umsatz zwischen 1940 und 1942 verfünffacht werden. So wurde am 16. Januar 1945 Renault vom französischen Staat enteignet und Pierre Lefaucheux als Generaldirektor eingesetzt.
1950 baut Renault in Spanien das FASA-Werk in Valladolid, später folgen weitere Werke in Palencia sowie Sevilla auf. FASA wurde durch spanisches Privatkapital gegründet, wurde dann über die Jahre 100 % an Renault übergeben. Der Name FASA-Renault blieb bis zum Anfang des 21. Jahrhundert, anschließend firmierte das Werk als Renault España. Aus dem Zusammenschluss der Produktion schwerer Lkw von Renault mit Latil und Somua entstand 1955 Saviem. Unter dem Aspekt, ein Konzern des Volkes zu sein, setzte Renault in den 1960er Jahren die bezahlte dritte und vierte Urlaubswoche durch. Aus der Produktionssicht brachte diese Zeit Modelle wie den Renault 4 oder den Renault 16 hervor. Schon damals setzte Renault auf den Export und kam damit nicht nur in Frankreich an die Spitze der Zulassungen, sondern auch in Europa weit nach vorne. In der folgenden Zeit wächst Renault unaufhörlich und versucht mit anderen Unternehmen zu kooperieren bzw. durch Firmenaufkäufe weiter zu expandieren. Auf Betreiben des französischen Staates wird 1975 der Nutzfahrzeug-Hersteller Berliet in den Renault-Konzern integriert und 1978 mit Saviem zur neuen Firma Renault Véhicules Industriels (kurz: RVI) zusammengeschlossen. Die beiden bisherigen Markennamen werden noch bis 1980 weitergeführt, dann aber von der Marke Renault ersetzt, die damit erstmals seit 1957 wieder an mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen erscheint. Im Jahr 1979 erwirbt Renault eine Beteiligung von 10 % am US-amerikanischen Lkw-Hersteller Mack Trucks, die bis 1983 schrittweise auf 40 % aufgestockt und 1987 an RVI weitergegeben wird. 1983 übernimmt die RVI Dodge Europe, im selben Jahr wurde der Baureihe G260/290 der Titel Truck of the Year verliehen. In Amerika wurden unter der Regie von Renault die Modelle R9 und R11 als AMC (American Motors Corporation) Alliance und Encore verkauft. Dabei entstand ein Cabriolet auf Basis des R9, das in dieser Form in Deutschland nie verkauft wurde. In den Jahren vor 1985 ging bei Renault die Produktion zurück. Um dieser Krise zu entkommen, wurde die gesamte Kraft auf neue Produkte gesetzt. Sprösslinge dieser intensiven Bemühungen waren der Renault 25 und der Espace, der als Begründer der Minivans in Europa angesehen werden kann. Kurz danach gesellte sich noch der Renault 19 dazu und half Renault, wieder Gewinn zu machen. 1987 erwirtschaftete Renault wieder einen Gewinn von mehreren Milliarden Francs. Im Jahre 1990 kaufte die RVI die restlichen Anteile an Mack Trucks. 1991 wurde der AE Truck of the Year. Aus Renault Véhicules Industriels entstand 1992 die Renault V.I.. 1996, 51 Jahre nach der Enteignung, wurde Renault wieder privatisiert. Dem Unternehmen wurden zudem Schulden in Milliardenhöhe erlassen. Die Renault-LKW-Baureihe „AE“ bot als erste ein COE-Fahrerhaus, das die Kabine komplett über dem Motor anordnete und - deutlich höher als bisher - den Fahrer beherbergte, wobei wie beim Büssing ein durchgehend ebener Boden und Stehhöhe vorhanden war. Das wurde von der Transportwirtschaft gerne angenommen. Um Möglichkeiten zur Senkung des Treibstoffbedarfs zu demonstrieren, reduzierte Greenpeace mit vergleichsweise geringem Aufwand den Verbrauch des Twingo um 50 %. Die \\'Renault V.I.\\' wurde 2001 in die LKW-Gruppe Volvo integriert und heißt seit 2002 Renault Trucks. Heute kooperiert Renault mit dem finnischen Hersteller Sisu Auto. 2001 firmierte die spanische Renault-Tochter Fasa-Renault in Renault España um. Nach der 1999 gegründeten Allianz Renault-Nissan, beteiligte sich Renault im Jahr 2002 an dem Autokonzern Nissan (44 %), später an Volvo (20 %) und kaufte die Automarken Dacia (Rumänien) und Samsung Motors (Südkorea). Die Traktoren-Sparte Renault Agriculture wurde 2003 komplett von dem deutschen Landmaschinen-Hersteller Claas übernommen. Die Traktoren aus den franzö-sischen Werken tragen fortan auch den Namen Claas und die markentypische grün-graue Lackierung. Als einer der ersten PKW-Hersteller in Europa engagiert sich Renault in der Türkei, nahe Bursa. Die in den Jahren 1999 bis 2003 als Kombimodell abgesetzten Renault Mégane Grandtour 1 sind in der Türkei hergestellte Fahrzeuge.

Im Jahr 2005 gewann Renaults Formel-1-Team zusammen mit seinem Fahrer Fernando Alonso den Fahrer- und Konstruk-teurstitel der Formel-1-Weltmeisterschaft. Seit Frühjahr 2006 untersuchen Renault und Nissan Ansatzpunkte einer Kooperation mit dem amerikanischen Autokonzern General Motors. Im Jahr 2006 gewann Renaults Formel-1-Team zusammen mit seinem Fahrer Fernando Alonso erneut den Fahrer- und Konstrukteurstitel der Formel-1-Weltmeisterschaft. Die französische Regierung hält 15 Prozent der Unternehmensanteile.

Modelle: Twingo, Clio, Clio Grandtour, Clio GT, Clio Campus, Modus , Grand Modus , Kangoo, Kangoo Be Boop, Kangoo Canpus, Megane, Megane Grandtour, Megane 4- + 5 -Türer, Megane Cabrio, Laguna, Laguna Grandtour, Scenic, Grand scenic, Koleos, Laguna Coupe, Espace, Velsatis