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Hersteller › MG - Morris Garage

MG - Morris Garage

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Das Unternehmen MG wurde 1923 in Oxford (England) als „Morris Garages“ gegründet, erster Geschäftsführer war Cecil Kimber. Ende der 1920er erfolgte der Umzug nach Abingdon in Oxfordshire. Das erste Modell war ein von Morris Oxford abgeleiteter Sporttourer, der ab 1924 unter dem Namen MG 14/28 verkauft wurde. Ihm folgten sportliche Limousinen, von denen der 1927 vorgestellte MG 14/40 als erstes Fahrzeug das achteckige MG-Emblem trug. Ab 1928 wurde mit dem M-Type Midget erstmals ein einfacher, zweisitziger Sportwagen gebaut, der typisch für das Angebot der Marke werden sollte. Der auf dem Morris Minor basierende Sportwagen mit ohc-Motoren wurde das erste wirklich erfolgreiche Baumuster der Marke, weil er preisgünstig war und sehr gute Fahrleistungen bot.

Steckbrief

Unternehmensform :Limited
Gründung :1923 in Oxford
Unternehmenssitz :Birmingham
Webseite :http://www.mgmotor.co.uk
Anschrift :MG Motor UK Limited
Lowhill Lane
Birmingham
 

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Detailierte Informationen

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Das Unternehmen MG wurde 1923 in Oxford (England) als „Morris Garages“ gegründet, erster Geschäftsführer war Cecil Kimber. Ende der 1920er erfolgte der Umzug nach Abingdon in Oxfordshire. Das erste Modell war ein von Morris Oxford abgeleiteter Sporttourer, der ab 1924 unter dem Namen MG 14/28 verkauft wurde. Ihm folgten sportliche Limousinen, von denen der 1927 vorgestellte MG 14/40 als erstes Fahrzeug das achteckige MG-Emblem trug.

Ab 1928 wurde mit dem M-Type Midget erstmals ein einfacher, zweisitziger Sportwagen gebaut, der typisch für das Angebot der Marke werden sollte. Der auf dem Morris Minor basierende Sportwagen mit ohc-Motoren wurde das erste wirklich erfolgreiche Baumuster der Marke, weil er preisgünstig war und sehr gute Fahrleistungen bot. Mit dem C-Type Midget wurden in Montlhéry die ersten Sporterfolge der Marke eingefahren im Jahr 1931. Weiterentwicklungen waren die Modelle J3/J4 mit aufgeladenen Motoren, die speziell für den Renneinsatz konzipiert waren, und ihre Nachfolger Q-Type und R-Type. Bis Mitte der 1930er-Jahre umfasste die Modellpalette neben dem kleinen Midget die größeren Modelle Magna und Magnette, die mit ohc-Sechszylindermotoren von weniger als 1,5 l Hubraum ausgestattet waren. Obwohl die simplen, aber zuverlässigen und leistungsfähigen Roadster das Hauptbetätigungsfeld des Unter-nehmens waren, gab es stets auch sportliche Coupés und Limousinen, die allesamt von Morris-Konstruktionen abgeleitet waren. Ab ca. 1935 ersetzte der T-Type mit einfacher gestalteten ohv-Motoren den Midget und die größeren Vier- und Sechszylindermodelle SA, VA und WA den Magnette. Nach dem 2.Weltkrieg wurde mit dem TC ab 1945 der kleine Sportroadster wieder angeboten. Ab 1950 gesellte sich mit dem Series Y auch wieder eine sportliche Limousine dazu – wie der Roadster mit einem 1,25-l-Vierzylindermotor ausgestattet. Mitte der 1950er-Jahre wurden die alten T-Type-Roadster (zuletzt: MG TF) durch eine vollkommen neue, moderne Konstruktion ersetzt, die als MGA einen Neubeginn anzeigte. Dieser Wagen wurde erstmals auch verstärkt exportiert und erschloss MG vor allen Dingen den wichtigen amerikanischen Markt. Der Name Magnette tauchte wieder auf und bezeichnete bis Mitte der 60er-Jahre die großen Limousinen, die – mit Vierzylindermotoren ausgestattet – nur etwas luxuriösere Versionen der Schwester-marken Morris und Austin waren, die wie MG seit Mitte der 1950er-Jahre zum Nuffield-Konzern gehörten. Ab 1961 gab es als kleinstes Modell der Marke wieder einen Midget, der vom Austin-Healey Sprite abgeleitet war. Auch vom Mittelklassemodell des Konzern, dem Austin/Morris 1100/1300 gab es jeweils eine besser ausgestattete MG-Variante.
1962 löste der MGB mit selbsttragender Karosserie den erfolgreichen MGA ab. Mitte der 1970er-Jahre gar ein MGB V8 mit dem von Rover übernommenen 3,5-l-V8-Motor. Neben dem Roadster gab es den MGB auch als GT-Modell mit festem Dach. Noch bis 1980 blieben die Wagen im Angebot. Ab 1981 waren die MG nur noch Topversionen von Modellen der Konzernschwester Austin, wie z. B. dem Metro, dem Maestro und dem Montego. Diese drei Modelle werden auch als MG-M-Serie bezeichnet und wurden bis 1990 gefertigt. Der Nuffield-Konzern firmierte zunächst als British Motor Corporation (BMC), nach der Übernahme von Leyland als British Leyland Motor Corporation (BLMC).

1984 wurde der letzte Morris gebaut und aus dem BLMC-Konglomerat, das fast alle britischen Automobilhersteller umfasste, entstand nach mehreren wirtschaftlichen Turbulenzen zuerst die Austin-Rover Group und dann die Rover Group. Nachdem es drei Jahre lang kein MG-Fahrzeug mehr gegeben hatte, legte man mit dem MG RV8 1993 ein eng an den 1980 verschwundenen MGB angelehntes Fahrzeug wieder auf. Der nur im Heimatland in insgesamt 2000 Exemplaren zwei Jahre lang angebotene Roadster besaß einen 4,0-l-V8-Motor von Rover. 1994 übernahm der deutsche Automobil-hersteller BMW die Rover Group und brachte – ermuntert durch den Verkaufserfolg des „Versuchsballons“ MG RV8 – 1995 mit dem MG F wieder eine eigenständige neue MG-Konstruktion heraus. Bereits im Jahre 2000 verkaufte BMW wegen nachhaltiger Ertragsschwäche ihrer britischen Niederlassung die Rover Group (einschließlich der Marke MG, aber ohne die Marken Mini und Land Rover) an die britische Phoenix-Venture Group, die aus Marketing-Gründen ihre neue Autosparte nun MG Rover Group nannte. Ab 2001 wurden in altbekannter Weise von den Rover-Modellen 25, 45 und 75 jeweils die sportlichen MG-Versionen ZR, ZS und ZT gebaut. Diese Modelle werden auch als MG-Z-Serie zusammen-gefasst. Der MG F erhielt ein überarbeitetes Nachfolgemodell (u. a. klassische Federung anstelle der Hydragas-federung und ein verwindungssteiferes Chassis) mit dem Traditionsnamen MG TF seines Vorgängers aus den 1950er-Jahren. 2001 baute man mit Lola zusammen sogar einen Rennwagen für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans, den MG-Lola EX257. 2003 kaufte die MG Rover Group den italienischen Kleinserienhersteller Qvale Automotive Srl auf und stellte in der Folge 50 Stück des Mittelmotor-Sportwagens MG XPower SV her.

Letztendlich konnte sich die MG Rover Group nicht auf dem internationalen Automobilmarkt behaupten, da Markt-anteile und Kapitalausstattung zu gering waren. Im April 2005 musste sie Konkurs anmelden. Im Juli 2005 erhielt die chinesische Nanjing Automobile Group vom Insolvenzverwalter Price Waterhouse Coopers den Zuschlag zum Kauf der Firma. Die Niederlassung in Modena wurde von einer neu gegründeten Firma namens MG XPower übernommen und stellt in Kleinstserienfertigung das Modell XPower WR her. Seit 2007 stellt Nanjing in China die Modelle 3 (basierend auf dem ZR) und 7 (basierend auf dem ZT) her, allerdings nur für den chinesischen Markt. Seit September 2008 laufen wieder MG TF handgemacht in Longbridge vom Band.


Modelle: 3 | 7 | TF