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Die Chrysler Group LLC ist ein US-amerikanischer Automobilhersteller mit Sitz in Auburn Hills, Michigan und gehört zum italienischen Fiat-Konzern. Bis 1998 war Chrysler unter dem Namen Chrysler Corporation ein selbständiges Unternehmen und ging danach infolge der Fusion mit der Daimler-Benz AG in der DaimlerChrysler AG auf. Im Mai 2007 entschied sich die Unternehmensleitung von DaimlerChrysler zum mehrheitlichen Verkauf von Chrysler. Der Verkauf an die Investmentgesellschaft Cerberus Capital Management wurde am 3. August 2007 abgeschlossen, verbunden mit dem neuen Firmennamen Chrysler LLC.

Steckbrief

Unternehmensform :Limited Liability Company
Gründung :6. Juni 1925 als Chrysler Motor Corporation
Unternehmenssitz :Auburn Hills, Michigan
Mitarbeiter :132.130 (2006)
Umsatz :59,4 Mrd. US-Dollar (2006)
Webseite :http://www.chryslergroupllc.com
Anschrift :Chrysler Group LLC
PO Box 21-8004 Auburn Hills, MI 48321-8004
 

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Detailierte Informationen

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Die Chrysler Group LLC ist ein US-amerikanischer Automobilhersteller mit Sitz in Auburn Hills, Michigan und gehört zum italienischen Fiat-Konzern. Bis 1998 war Chrysler unter dem Namen Chrysler Corporation ein selbständiges Unternehmen und ging danach infolge der Fusion mit der Daimler-Benz AG in der DaimlerChrysler AG auf. Im Mai 2007 entschied sich die Unternehmensleitung von DaimlerChrysler zum mehrheitlichen Verkauf von Chrysler. Der Verkauf an die Investmentgesellschaft Cerberus Capital Management wurde am 3. August 2007 abgeschlossen, verbunden mit dem neuen Firmennamen Chrysler LLC. Nach finanziellen Schwierigkeiten meldete Chrysler Ende April 2009 Insolvenz an. Seit dem 10. Juni 2009 firmiert Chrysler als Chrysler Group LLC und wurde an das italienische Unternehmen Fiat veräußert.

Die Chrysler Motor Corporation ging aus der Fusion von Willys-Overland und Maxwell Motor Company im Jahr 1925 hervor. Sie ist nach dem damaligen Direktor der fusionierten Gesellschaft benannt. W.P.Chrysler kehrte das zuvor stark defizitäre Unternehmen in die Gewinnzone zurück. 1921 wechselte W.P. Chrysler zur traditionsreichen Maxwell Motor Company, die nach der Fusion mit Chalmers in wirtschaftlichen Schwierigkeiten war. 1923 wurde die Fertigung der Chalmers-Modelle eingestellt. 1924 wurde der erste Chrysler Six vorgestellt. 1925 wurde die Chrysler Motor Corporation gegründet und Maxwell übernommen. 1928 ging die Chrysler Motor Corporation in das Unternehmen die Dodge Brothers Inc (ein Unternehmen, das mehr als viermal so groß wie Chrysler selbst war) ein und wurde damit zum drittgrößten Automobilbauer der USA. Marken des Konzerns waren bereits zu diesem Zeitpunkt: Chrysler, Dodge, Imperial, DeSoto und Plymouth. Gegen Ende der 1950er-Jahre begann Chrysler, seine Modelle nach Europa auszuweiten. Ab 1957 erwarb man Anteile an der französischen Firma Simca von Ford, 1963 besaß Chrysler 63 Prozent an Simca. Zwischen 1964 und 1967 übernahm man sukzessive die Mehrheit an der niedergehenden britischen Rootes-Gruppe, die die Automarken Hillman, Sunbeam, Singer und Humber sowie die Lkw-Marken Karrier und Commer herstellte. 1967 erwarb Chrysler die Mehrheit am spanischen Lkw-Hersteller Barreiros Diesel SA. 1978 mussten die europäischen Aktivitäten aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten an Peugeot verkauft werden. 1979 stand das Unternehmen vor dem Konkurs. Am 7. September beantragte es 1,5 Milliarden USD in Bürgschaften von der US-Bundesregierung, um den Konkursfall abwenden zu können. Gleichzeitig wurde Lee Iacocca, der bisher dem Vorstand von Ford Motor Company angehörte, als CEO von Chrysler eingesetzt. Dieser erwies sich als fähiger Öffentlichkeitssprecher für die Firma und erschien persönlich in Fernsehwerbespots, bei denen er den Zuschauern riet: „Wenn Sie ein besseres Auto finden, kaufen Sie es!” Er wurde zu einer Symbolfigur für Japan-bashing und den Stolz auf US-amerikanische Produkte. Sein Buch Talking Straight war eine Replik auf das Buch Made in Japan von Akio Morita. Durch diese staatliche Hilfe sowie einige innovative neue Automodelle (wie z.B. das K-car, aber insbesondere die Erfindung des Minivan Konzepts) wendete Chrysler den Konkurs ab und konnte sich allmählich zurückkämpfen. 1987 erwarb Chrysler die American Motors Corporation (AMC), wodurch auch die Marke Jeep in den Besitz Chryslers überging.1998 fusionierte Chrysler mit Daimler-Benz zur neuen DaimlerChrysler AG. 2007 wurde diese Fusion aufgelöst. Im Mai 2007 wurde aufgrund finanzieller Schwierigkeiten der Teilverkauf der DaimlerChrysler AG an den Finanzinvestor Cerberus Capital Management bekannt gegeben und abgeschlossen. Aus der DaimlerChrysler AG entstanden die Chrysler LLC und die Daimler AG. Die Daimler AG behielt eine 19,9-prozentige Minderheitsbeteilung an Chrysler LLC. Durch die Herauslösung aus der DaimlerChrysler AG verlor Chrysler einen starken finanziellen Partner.

Durch die Weltwirtschaftskrise brachen die Umsätze des Unternehmens ein, vor allem im Dezember 2008, als die Fahrzeugverkäufe im Vergleich zum Dezember 2007 um 53 % zurückgingen. 2009 gab die italienische Fiat Group bekannt, sich mit 35 Prozent an der Chrysler Group beteiligen zu wollen. Es solle eine gemeinsame Allianz gegründet werden. Diese kam bisher noch nicht zum Tragen, da viele Gläubiger von Chrysler nicht auf Ihre Forderungen verzichten wollten. So beantragte Chrysler die Insolvenz. Fiat kann erst aktiv in das Unternehmen Chrysler einsteigen, wenn alle staatlichen Kredite zurück gezahlt wurden.


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