Hersteller › Bugatti

Bugatti

 

Obwohl in Italien geboren, gründete Ettore Bugatti seine Automobilfabrik in Molsheim im Elsass, das damals noch zum deutschen Kaiserreich und erst nach dem Ersten Weltkrieg zu Frankreich gehörte. Die Gesellschaft war bekannt für ihre hervorragende Ingenieurskunst bei Hochklasse-Automobilen und für Erfolge bei den frühen Grand-Prix-Rennen; man gewann den allerersten Grand Prix von Monaco. Der Erfolg der Gesellschaft hatte seinen Höhepunkt im zweimaligen Doppelsieg im 24-Stunden-Rennen von Le Mans mit dem Fahrer Jean-Pierre Wimille 1937 (1937 mit Robert Benoist und 1939 mit Pierre Veyron).

Steckbrief

Unternehmensform :Aktiengesellschaft
Gründung :1909
Unternehmenssitz :Molsheim
Webseite :http://www.bugatti.com
Anschrift :Bugatti Automobiles S.A.S.
Château Saint Jean
67120 Molsheim
 

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Detailierte Informationen

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Obwohl in Italien geboren, gründete Ettore Bugatti seine Automobilfabrik in Molsheim im Elsass, das damals noch zum deutschen Kaiserreich und erst nach dem Ersten Weltkrieg zu Frankreich gehörte. Die Gesellschaft war bekannt für ihre hervorragende Ingenieurskunst bei Hochklasse-Automobilen und für Erfolge bei den frühen Grand-Prix-Rennen; man gewann den allerersten Grand Prix von Monaco. Der Erfolg der Gesellschaft hatte seinen Höhepunkt im zweimaligen Doppelsieg im 24-Stunden-Rennen von Le Mans mit dem Fahrer Jean-Pierre Wimille 1937 (1937 mit Robert Benoist und 1939 mit Pierre Veyron).

Nur einige wenige Modelle der Autos von Ettore Bugatti wurden produziert: die berühmtesten waren der Type 35-Rennwagen, der riesige Royale, und der Type 55-Sportwagen. Aufgrund der Provokation einer Kundin entschloss Ettore Bugatti sich in den zwanziger Jahren zum Bau des T 41 Royale, einer kolossalen Limousine, die in Ausmaßen, Luxus und Fahrleistungen die damaligen Luxushersteller wie Rolls-Royce deklassieren sollte. Das Projekt gelang in der Umsetzung, jedoch hatten die gekrönten Häupter Europas kein Interesse an dem Wagen und die Weltwirt-schaftskrise ließ die „weltliche“ Kundschaft förmlich wegbrechen. So wurden nur sechs Chassis des T 41 gebaut, die insgesamt elf verschiedene Karosserien erhielten. Dieses Modell bedeutete fast den Ruin der Marke Bugatti; Ettore konnte sich retten, indem er den Auftrag für den Entwurf eines Schienenfahrzeugs bekam, das er mit 4 der riesigen Achtzylindermotoren mit je 200 PS Leistung des Royale bestücken konnte und welches noch bis 1956 zwischen Paris und La Havre, Caen, Cherbourg und Deauville in Betrieb war. Der am meisten produzierte und wirtschaftlich erfolgreichste Wagen war der T 57, das in den Jahren vor dem Krieg einzige serienmäßig produzierte Fahrzeug bei Bugatti. Einer der spektakulärsten Entwürfe von Jean Bugatti war der Typ Atlantic auf Basis des T 57, der nur dreimal (plus einem verschollenen Prototyp) produziert wurde. Seine geduckte Form, die längs über die Karosserie verlaufenden senkrechten, genieteten Grate und die tropfenförmigen Seitenfenster lassen den Wagen damals wie heute „wie von einer anderen Welt“ erscheinen. Über die gesamte Produktion von 7950 Fahrzeugen (zwischen 1909 und 1956) hinweg wurden die Modelle mit dem Buchstaben T (für Typ) und einer Nummer benannt, die auf das Fahrgestell und den Antriebsstrang hinwies.

Bugatti-Wagen waren außergewöhnlich erfolgreich bei Rennen, mit Tausenden von Siegen in nur wenigen Jahrzehnten. Der kleine Bugatti Type 10 belegte die vier ersten Plätze in seinem allerersten Rennen. 1987 kaufte R. Artilio den Namen Bugatti auf und fertigte ab 89 wieder Autos in der Nähe von Modena. Lotus ging ab 93 in seine Holding ein, und brachte 2 der größten Namen des Rennsports zusammen. Die Einführung des neuen Modells schlug wegen der Rezession am amerik. Markt im Jahre 1995 fehl. Die Volkswagen AG kaufte schlussendlich die Rechte an Bugatti 1998 und baut seither Modelle mit Basiswerten von Bugatti.

Modelle: Veyron 16.4. , Hermes, Sang Noir, Blue Centenaire, Lédition Centenaire, Grand Sport